Tag 8 – 26.04.2012 – Escalante – Torrey

Heute hatten wir nicht viel vor, daher schliefen wir bis 7 Uhr aus. Wir packten in Ruhe alles zusammen.

Der Wetterbericht sagte für heute Regen, Gewitter, wolkig und ca. 20 Grad voraus.

Die 20 Grad konnten uns ja recht sein, aber Regen konnten wir gar nicht gebrauchen.

Der erste Blick nach draußen war dann auch ernüchternd. Es ist nicht ganz bewölkt, aber hauptsächlich, und wesentlich kühler als an den Tagen zuvor.

Aber was soll man machen, das Wetter ist eben das Wetter. Da wir ja eh mit schlimmerem Wetter auf der ganzen Reise gerechnet hatten – ich hatte sogar Mützen dabei – war es eh nicht so tragisch.

Wir fuhren also los auf den Highway 12, der kurz vor Boulder so richtig schön wird. Man fährt mitten hindurch durch die wunderbare Landschaft des Grand Staircase Escalante.

Wir hielten an einigen Aussichtspunkten an, um diese wunderbare Landschaft als Fotos und im Film einzufangen. So richtig gelingt es nicht, man muss sie einfach mit eigenen Augen mal gesehen haben.

In oder kurz vor Boulder bogen wir dann in den Burr Trail ab. Wir wollten es wagen diesen zu fahren, obwohl Regen angekündigt war.

Die ersten Kilometer sind ja eh noch geteert, schwer würde es nur, wenn es richtig nass wird an den Switchbacks. Zur Not würden wir eben umdrehen.

Aber die Sonne lachte, als wir in den Burr Trail abbogen – wir sind ja schließlich „The Lucky Ones“.

Rechts und links vom Burr Trail begeisterte uns eine extrem schöne Landschaft, schon gleich am Anfang gibt es einen Yellow Rock.

Und wir sind den anstrengenden Weg zum Yellow Rock an der Cottonwood Canyon Road hochgelaufen. Hier steht er leicht zu erreichen.

Dieser Berg hier sah dem anderen sehr ähnlich, er war sicher auch leichter zu erklimmen, aber dazu hatten wir heute früh keine Lust. Aber ein anderes Mal sicher.

Danach führt der Burr Trail durch einen roten Canyon, wir waren von der Gegend begeistert. Leider zog es sich dann doch immer wieder total zu, so dass es zur Herausforderung wurde, gute Fotos zu machen.

Wir genossen dann eben einfach den Anblick. Nach rund 50km auf dem Burr Trail endet die Asphaltierung, und kurz danach kamen auch schon die Switchbacks (Serpentinen) in Sicht.

Leider hatten wir zu dem Zeitpunkt fast keine blaue Stelle am Himmel mehr, so dass wir die geplante Wanderung zum Strike Valley Overlook auslassen mussten.

Es sah so aus, als könnte es doch im Laufe des Tages Regen geben.

Natürlich hielten wir bei den Switchbacks einige Mal an, um sie uns anzusehen und um ein paar Bilder zu machen.

Die ungeteerte Straße ließ sich sehr gut fahren, es lagen ein paar Steine hier und da, aber es gab keine größeren Herausforderungen.

Wir genossen einfach den Weg durch die unglaublich wunderbare Landschaft. Auf dem Burr Trail kommt man dann an die Grenze zum Capitol Reef National Park. Nach den Serpentinen kreuzt die Straße die Notom Bullfrog Basin Road, welche wir in Richtung Capitol Reef weiterfuhren.

Die Landschaft ist immer noch wunderbar, Painted Hills und schöne Felsformationen wechseln sich ab. Da aber der Himmel immer dunkler wurde, hielten wir kaum an.

Kurz nach der Ortschaft Notom wird die Straße wieder asphaltiert und kaum hatten wir festen Boden unter den Füßen, gab es einen kurzen Schauer. Das nennen wir mal gutes Timing.

Der Schauer hörte aber nach 5 Minuten schon wieder auf.

Wir überlegten dann, als wir am Visitor Center des Capitol Reef angekommen waren kurz, was wir tun sollten.

Das Wetter war nicht so toll, windig war es und bewölkt, zudem hatte ich Magen/Darm-Probleme. Irgendwie bekommt mir in den ersten Tagen USA die Ernährungsumstellung nie so gut.
Das passte ja ganz gut, nachdem wir also ein „Vollkornbrot“ im Lädchen in Fruita gekauft hatten, fuhren wir nach Torrey und checkten in unser Hotel ein.

Dort ruhten wir uns aus und nahmen das schlechte Wetter zum Anlass, mal ein bisschen Wäsche zu waschen, unsere Hosen sahen nach drei Tagen Escalante schon ganz schön schlimm aus.

Nach ca. 3 Stunden auf dem Zimmer ging es mir etwas besser, die Wäsche war trocken, also wollten wir einen zweiten Anlauf in den Park machen.

Es war draußen sehr windig und kühl geworden. Eigentlich wollten wir ja zur Hickman Bridge laufen. Wir fuhren aber nur kurz zum Wasserfall und machten da ein paar Bilder. Für die Brücke war es einfach zu windig und kalt geworden, zudem hatten wir nicht so recht Lust – das wurde also ein fauler Tag.

Gegen Abend sind wir dann noch nach Torrey in den Ort gefahren, um etwas zu essen. Wir fanden ein sehr gutes Restaurant, nachdem wir drei Burger-Buden in Torrey verschmäht hatten.

Cafe Diablo ist ganz am Ende des Ortes. Nicht billig, aber sehr gut haben wir gegessen.
Wenn ihr in Torrey seid, müsst ihr da hin.

Wir waren recht früh wieder im Hotel, machten uns einen gemütlichen Abend und hofften, dass es wettermäßig am nächsten Tag wieder besser werden würde.

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Route: 185 km

Wetter: heiter bis wolkig, am Abend windig 17-23 Grad
Sights: Burr Trail Switch Backs
Wanderungen: -
Restaurant: Cafe Diablo, Torrey
Hotel: Howard Johnson, Torrey – $80,10 + Tax $8,21 – $88,21
Bewertung: gut +++
Bemerkung: 

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Tag 9 – 27.04.2012 – Torrey – Moab