Tag 2 – Las Vegas – Mesquite - 20.04.2012

Wie zu erwarten war, waren wir früh wach, ca. um 05:00 sind wir dann aufgestanden, wir hatten wieder mal Zimmernachbarn, die wohl Party gemacht haben, und als sie ca. um 2 Uhr nach Hause kamen, guckten sie noch ca. bis 5 Uhr TV. Dann wurde es bei ihnen leise, das nahmen wir dann zum Anlass etwas lauter zu werden.

Wir duschten, räumten unsere Sachen optimal für die Reise um und packten das Auto voll, dann gegen 6:30 frühstückten wir im Hotel.

Gut gelaunt machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg zum Valley of Fire.

Wir wollten nicht über die Interstate 15 fahren sondern am Lake Mead vorbei. Da ich die Nevada-Karte zu Hause gelassen hatte, fanden wir die Northshore Road nicht gleich, sondern sind direkt nach dem Eingang zur Lake Mead Recreation Area nicht abgebogen und erst mal den Lake Mead Drive entlang gefahren, bis wir dann merkten, dass es irgendwie nicht ganz richtig war.

Aber wir hatten keine Hektik und drehten einfach nach ein paar Kilometern um, um dann die richtige Straße in Richtung Norden zu nehmen. Diese führt durch eine wunderschöne Gegend oberhalb des Sees und schon nach ein paar Meilen bekommt man die ersten roten Steine zu sehen. Dort hielten wir für ein zweites Frühstück und zum Eincremen erst mal an. Wir hatten uns beim Walmart Sonnenspray mit Schutzfaktor 110+ besorgt. So einen Sonnenschutzfaktor gibt es bei uns glaube ich gar nicht, aber da es den hier für wenig Geld gibt, dachten wir uns, das kann nicht schaden, denn braun werden wollten wir nicht. Wichtig war nur der Schutz vor der aggressiven Strahlung der Sonne.

Gegen 11 Uhr kam die Hitze so allmählich angekrochen und es wurde von Stunde zu Stunde heißer.

Wir hielten uns nur kurz an den ersten Ausläufern der roten Steine auf und fuhren weiter ins das Valley of Fire. Wir waren nun schon zum 3. Mal hier in diesem wundervollen Tal des Feuers, das immer wieder neue Überraschungen an Steinformationen zu bieten hat. Heute war es allerdings so heiß, dass an große Wanderungen kaum zu denken war. Das merkten wir schon beim ganz kurzen Weg zum Elephant Rock.

Wir fuhren aber erst einmal zu den White Domes, denn wir wollten noch mal in den schönen Slot Canyon gehen. Mit der Hoffnung auf etwas Schatten da unten drin war der Gedanke an die Wanderung nicht zu schlimm.

Wir nahmen den kürzeren Weg über den „Ausgang“, so mussten wir nicht die Steintreppen runterlaufen, die zudem in der prallen Sonne lagen.

(Für den Weg zu den White Domes benötigt man ca. 1,5-2 Stunden, für den Hinweg die Steinstufen herunter am Movie Set vorbei ca. 35 Minuten, in den Slot kann man sich eine Weile aufhalten, der Rückweg beträgt dann ca. 20 Minuten) Der Hike ist 2,09km lang. Die Steinstufen am Anfang sind nur etwas für tritt sichere Wanderer. Alternativ kann man den Weg auch anders herum antreten, dann spart man sich diese Steinstufen, muss dann aber den gleichen Weg wieder zurück gehen. Achtet beim Wandern darauf, genügend Wasser mit zuführen und festes Schuhwerk zu tragen.

Mann, war das heiß, wir schafften es aber mit viel Wasser runter in den Canyon, wo wir sicher 1 Stunde lang im Schatten eine Pause machten und natürlich viele Fotos schossen und Videos drehten.

Uns begegneten auch ein paar Leute auf dem Hike, die wir oder die uns jeweils in einen Small Talk verwickelten. So kennt man das aus den USA.

Wir konnten uns kaum aus dem schattigen White Domes losreißen, es war so schön.
Aber wir hatten ja noch mehr vor im Valley of Fire. Eigentlich wollten wir noch das Gebiet hinter Whites Domes erkunden, aber sobald man wieder in die Sonne kam, war es fast unerträglich heiß. Vor allem, weil wir noch Jetlag hatten und die Hitze überhaupt nicht gewöhnt waren nach dem langen Winter in Deutschland, wollten wir uns nicht zu lange in der Sonne aufhalten.

Wer konnte denn ahnen, dass wir genau in der Hitzewelle hier ankommen, vor ein paar Wochen waren die Temperaturen noch frühlingshaft, und 35 Grad für Ende April sind selbst für das Valley of Fire zu heiß. Im Jahre 2011 waren es am 26.04. ca. 25 Grad.

Also besser mal langsam angehen lassen.

Wir schleppten uns zurück den leichten Berg hoch zur Picknick Area am Parkplatz. Dort machten wir erst mal eine ausgiebige Mittagspause. Wir beobachteten Eichhörnchen, aßen eine Kleinigkeit und unterhielten uns mit vielen Leuten.

Die Hitze wird heute nicht mehr weniger, aber wir wollten noch gerne zur Fire Wave laufen und noch zu vielen anderen Locations im Park.

So gegen 14:00 fuhren wir die Straße zurück bis zum Parkplatz an der Fire Wave. Mittlerweile steht wirklich ein Schild dort, allerdings ist der Weg länger, wenn man dem Schild folgt.

Man parkt das Auto am Parkplatz auf dem Berg ca. 800 Meter vor der Biegung, wo die Straße zu den White Domes führt. Der Parkplatz ist zu erkennen, weil sich schräg gegenüber ein großer dunkelroter Monolith befindet. Gegenüber befindet sich seit neustem das Schild: Firewave. Man folgt auf der anderen Straßenseite des Parkplatzes dem Trampelpfad, der einen dann nach ca. 15-20 Minuten zur Fire Wave führt. Der Weg führt durch Sand, aber auch über Slickrock. Es geht bergab. Bitte nehmt genug Wasser mit und wandert nur mit guten Schuhen. Ein GPS Gerät ist nur notwendig, wenn man sich in dem Gebiet noch länger umsehen will, das sich durchaus lohnt

Wir kannten den schnellsten Weg ja schon vom Jahr zuvor und waren ca. in 15 Minuten unten. Das perfekte Licht hatten wir diesmal auch nicht, aber wir machten ein paar Fotos. Eine traumhafte Landschaft.

Wir trafen noch einen anderen Deutschen dort unten an der Wave, der aber eher wortkarg war. Die Deutschen, vor allem wenn sie fotografieren, machen oft ein großes Geheimnis draus, was sie tun und woher sie kommen, weil, man könnte ihnen ja was wegschnappen.

Schwups ist die Fire Wave weg, alles meins.

Mann, war das heiß, es gab kein Fleckchen Schatten, so dass wir uns nicht sehr lange aufhielten. Im Jahr zuvor hatten wir uns erst mal hingesetzt und eine Pause gemacht und den Anblick genossen, das ging jetzt kaum.

Der Rückweg war dann echt heftig, ich hatte einen hochroten Kopf trotz Sonnenhut und viel Waser, und als ich oben angekommen war, mussten wir erst mal den nächsten schattigen Picknickplatz aufsuchen und uns erholen.

Erst mal einen Liter Wasser getrunken und einen halben über den Kopf geschüttet. Dann 10 Minuten die Füße hochgelegt, dann ging es allmählich wieder.

Wir blieben wieder eine ganze Weile im Schatten sitzen. Dann überlegten wir, wie viel Sinn es macht, jetzt im Valley of Fire noch mal einen Hike zu machen. Eigentlich gar keinen, das war uns einfach zu heftig.

Wir fuhren also noch mal den kleinen Loop, guckten rechts und links der Straße und fuhren dann aus dem Park heraus in Richtung Mesquite, wo wir ein Hotel gebucht hatten.

Dort kamen wir am frühen Abend an, checkten ein, suchten uns ein Restaurant. Wir aßen einen Hamburger und Pommes und dazu eine große Strawberry Lemonade. Lecker.

Dann fuhren wir noch zum Walmart und kauften die Reste, die wir am Tag zuvor nicht bekommen hatten. Wir stellten fest, dass der Walmart in Nevada teurer ist als der in Arizona.

Gegen 21:30 fielen wir extrem müde ins Bett.

Das Zimmer im Highland Estate war total schön, eine Art Suite, mit Kochnische und Wohnbereich und einem großen Badezimmer.

Schaut Euch noch mehr Bilder an – Gallery Tag 2

Route: 227 km

Wetter: ca. 35 Grad
Sights: Firewave, White Domes, Elephant Rock
Wanderungen: Firewave, White Domes
Restaurant: Diner in Mesquite
Hotel: Highland Estates Resort, Mesquite – $69,00 + $8,28 Tax – $77,28
Bewertung: sehr gut ++++
Bemerkung: 

Hier geht es zum nächsten Tag

Tag 3 – Mesquite – Hurricane - 21.04.2012