Tag 18 – 19.9.2014 – Farmington, NM – Durango, CO – Farmington, NM

Der Wetterbericht, den wir uns am Abend noch angeschaut hatten, versprach uns mal wieder einen sehr heißen Tag in New Mexico. Wir hatten aber echt keine Lust auf Hitze und entschieden uns daher, heute nicht in die Wüste – bzw. nach Ah-Shi-Sle-Pah – zu fahren, sondern nach Norden.

Keine 90 km entfernt liegt der Ort Durango, CO. Wir hofften darauf, dass es dort etwas kühler sein würde.

So frühstückten wir erst mal gemütlich im Hampton Inn, mit allem, was das Herz begehrt – sogar Bacon wurde uns auf unseren Wunsch hin extra zubereitet – und fuhren dann aus der Stadt auf den Highway 170.

An der Staatsgrenze zu Colorado wird der Highway zur 140. Eigentlich wollte ich dann auf die 141 abbiegen, aber die Abfahrt haben wir verpasst und landeten in dem Ort Hesperus.

Dort bogen wir nach rechts auf einen größeren Highway, den 160, ab. Und schon standen wir in einer großen Baustelle. Oh nö, kein Bock drauf, zum Glück war es noch nicht zu voll, so dass wir trotz kleiner Verzögerungen gut durchkamen.

In Durango folgten wir den Schildern zur Historic Downtown, wir suchten einen Parkplatz und folgten daher den großen Schildern. Am Eingang saß ein Pförtner, der fragte uns, ob wir mit dem Zug fahren wollten. Nö, wollten wir nicht, nur ein bisschen bummeln. Also ließ er uns kostenlos auf den Parkplatz, normal kostet es 12$, hier den ganzen Tag zu stehen. Das passiert dir doch auch nur in den USA. Wir bedankten uns recht herzlich und stellten unser Auto ab.

Unmittelbar am Parkplatz beginnt auch schon die historische Altstadt, unter anderem mit dem Bahnhof, von wo der bekannte historische Zug nach Silverton startet. Für diese Fahrt benötigt man aber Zeit und vor allem Tickets, die man wohl am besten vorbucht.
Das war bei uns aber nicht eingeplant, wir wollten uns nur etwas die Stadt ansehen.

Durango, CO
Durango, CO
Durango, CO
Durango, CO
Durango, CO

Das taten wir dann auch und liefen die Hauptstraße einmal hoch und runter. Ein paar schöne alte Gebäude haben die hier und viele Läden, teils gute Outdoor-Läden, aber auch viel Ramsch und Unbrauchbares.
Aber wir waren nicht zum Shoppen hier, trotzdem landete ein schöner Hoodie in meinem Rucksack, er war auch für den Touriort hier nicht teuer und es steht Colorado drauf.

Zwischendurch waren wir noch in einem Tourist Information Office, um uns zu erkundigen, was es denn hier in Durango oder Umgebung für Trails gibt. Die Dame gab uns einiges an Infos mit, aber sie hatte nur Infos über Trails, die unmittelbar in Durango beginnen. Keine Infos über Trails für den Rückweg nach New Mexico.

Nachdem wir die Straße rauf und runter sind, gingen wir noch zum Bahnhof. Drin im Bahnhof trafen wir die nette Dame, die den Zug nach Silverton begleitet.

Wir gingen kurz in das Museum, das war uns aber zu öde. Vor allem, weil man die Züge nicht gut fotografieren konnte, drin war es dunkel und alles stand eng zusammen.

Also wieder zurück zum Auto. Durango. Für die Zukunft heißt es: „Durango – been there, done that.“
Silverton ist sicher auch ein schöner Ort, aber das war uns heute zu weit nördlich. Das sehen wir uns aber sicher auch mal irgendwann an.

Die Dame aus dem Tourist Office hatte uns eine Karte mit Trails gegeben, nun folgten wir der Beschreibung zu Trails. Wir fanden keinen einzigen Trail, den sie uns genannt hatte, aber doch einen Wanderweg, den Colorado Trail. Der führt von Denver nach Durango.

Dort auf dem Parkplatz saß ein junger Bursche, der gerade einem älteren Mann erzählte, dass er unmittelbar den Colorado Trail beendet hat. Er saß unter einem Baum und trank ein Bier. Ich fragte mich nur, ob der das jetzt die letzten 500 Meilen mit sich rumgetragen hat, um es hier unter dem Baum zu trinken. Strange, wäre da nicht Wasser im Rucksack wichtiger gewesen?
Er sah auch nicht so abgekämpft aus, als wäre er in den letzten Tagen oder Wochen rund 800 km gelaufen. Wie lange benötigt man wohl dafür? Sicher zweieinhalb Wochen. Und da muss man jeden Tag stramm wandern.

Nun gut, egal, wir stellten unser Auto an einem anderen Platz ab, etwas höher gelegen, um von dort aus etwas zu laufen.
Wir schnürten die Wanderschuhe und gingen los, einen Teil des Colorado Trails, es gefiel uns hier aber nicht besonders. Schon auf den ersten 500 Metern kamen uns auf einem sehr engen Trail sicher 10 Desperate Housewives mit ihren 2-3 Hunden entgegen. Das war ja nervig. So kehrten wir nach rund 1,5 km wieder um.

Durango war mittlerweile unten in der Stadt ganz schön voll geworden, kein Wunder, es war Samstag, also schnell raus hier. Wir fuhren auf der 550 zurück in Richtung Farmington. Wir wollten auf dem Weg noch ein paar Arches suchen, angeblich soll es hier am Highway 173, der von Aztec abgeht, einige davon geben. In Aztec überlegten wir es uns aber anders und besuchten die Aztec Ruins, mal etwas Kultur ist ja auch nicht schlecht.

Ich muss ja nicht erwähnen, dass es wieder unglaublich heiß war, wir gingen also erst mal durch den Ort Aztec, der uns ganz gut gefiel.

Dann bogen wir zu den Ruinen ab, hier gilt unser Nationalparkpass. Praktisch.
Wir hatten uns noch nie so besonders für diese Kultur interessiert, im Prinzip auch jetzt nicht, ich überflog nur die Infotafeln. Aber die alten Gebäude waren doch ganz schön anzusehen.

Vor uns war leider immer eine Frauengruppe, die, obwohl es besonders im Kiva hieß, man sollte nicht reden, ununterbrochen quasselten.

Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico
Aztec Ruins NM, New Mexico

Dann setzte sich Mutti auch noch auf jede Mauer, obwohl es 100 Schilder gab, dass man das nicht tun solle.
Dann hatte sie noch so Stiefelchen an, mit denen sie nicht laufen konnte und dann immer fluchend durch die Ruinen stapfte. Mann, war die nervig.

Als wir dann durch waren mit den Ruinen, standen wir am letzten Aussichtspunkt, da kam eine andere Familie daher, einer der Männer hatte ein Heisenberg-T-Shirt an. Wie cool, ich konnte es natürlich nicht lassen und sagte laut: „HEISENBERG“. Und Mario sagte “Say My Name.“

Das fand der Typ lustig und wir kamen gleich ins Gespräch, er kam aus Mexico City.
Seine Freunde, die dabei waren, kamen aus Farmington und die sprachen nur spanisch. Er sprach aber englisch.

Wir redeten mit denen eine Weile über Breaking Bad, aber auch über Mexico, das sie uns rieten mal zu besuchen, sie zeigten uns Bilder von den Pyramiden etc., und wir sprachen auch über Europa, wo sie bald mal hinwollten. Berlin, Rom, Stockholm etc., das waren ihre Ziele.

Dann machten wir mit HEISENBERG aus Mexico City noch ein Bild.
Wir tauschten auch E-mail-Adressen aus. Mario schickte ihm am Abend noch das Bild zu. Er bedankte sich und sagte, dass wir uns auf jeden Fall melden sollten, wenn wir mal in Mexico sind, wir hätten da immer einen Freund. Wie nett.

Mal kurz zur Erinnerung an Jürgen aus Süddeutschland, dem wir ein Handy geschenkt hatten und deren Freundin wir über seinen guten Zustand informierten: Bis heute haben wir nichts von ihm gehört. So unterschiedlich sind Menschen.

Dieses coole Womo fanden wir noch unterwegs. Wie passend..

Die Ruinen haben uns gut gefallen. Der Tag war aber schon weit fortgeschritten und wir fuhren daher weiter nach Farmington. Erst mal zum Walmart, denn dort hatte der Mexikaner das BB-Shirt her. Mario kaufte sich auch zwei Stück.

Dann zurück ins Hotel, dort bestellten wir Pizza, wuschen noch einmal unsere Wäsche und machten uns wieder einen gemütlichen Abend in dem schönen Zimmer.

Gallery Tag 18

Wetter: sonnig 26°-34°C
Sights: Durango, Aztec Ruins
Wanderungen: 
Restaurant: Gluten freie Domino-Pizza
Hotel: Hampton Inn & Suites Farmington – $136,54 inkl. Tax
Bewertung: sehr gut ++++
Bemerkung: absolutes Top Hotel, gab nichts zu beanstanden.